04 Nov
von Oliver Flimm - Kategorie: Allgemein, Ankündigungen
Die Idee ist nicht neu. Man sucht bei Amazon, Google Books usw. nach Büchern, bekommt aber immer auch die Verfügbarkeit im eigenen Bibliothekskatalog angezeigt und kann sich den Kauf der benötigten Literatur damit möglicherweise sparen.
Schon 2005 hatte Carrick Mundell diese Idee und realisierte sie sehr elegant mit der Firefox-Erweiterung Greasemonkey. Aufbauend auf seinem Prototyp, der die Bestandsinformation des lokalen OPACs in Amazon integrierte, wurden fortan Greasemonkey-Skripte von anderen Bibliotheken für ihren Bestand bereitgestellt und auf andere Dienste wie Google Books erweitert.
Greasemonkey klinkt sich in die Darstellung einer Webseite in Firefox ein und erlaubt es, diese durch eigene Skripte zu verändern. Die ”Magie” der Anreicherung mit Bestandsinformationen geschieht also ausschließlich im Browser des Nutzers. Damit muss er zwar selbst tätig werden, um die Bestandsanreicherung zu erhalten. Das ist aber sehr einfach und mit wenigen Klicks möglich:
Auch für den KUG bieten wir nun entsprechende Skripte für die Integration in Amazon und Google Books an. Es sind dies
Während die ursprünglichen Skripte von Carrick und anderen im wesentlichen über eine ISBN-Recherche in ihrem Katalog und anschliessendem HTML-Scratching über JavaScript-RexExps die Bestandsinformationen bestimmen, greifen die KUG-Skripte auf einen allgemeinen WebService für Bestandsinformationen des KUG zu. Dieser wird über Anhängen der ISBN an einen Basis-URL angesprochen und liefert strukturierte Informationen als XML zurück. Ein Beispiel ist z.B. der Titel Perl und XML. Neben Informationen zum Bestand der durch die übergebene ISBN ausgezeichneten spezifischen Ausgabe werden aber auch Informationen zu anderen Ausgaben (via ThingISBN) dargestellt. Zur sinnvollen Verlinkung werden PermaLinks integriert.
Sehr interessant sind in diesem Zusammenhang die Entwicklungen rund um das Document Availability Information API (DAIA). Bei einer kurzen Durchsicht der Schema-Defintion konnte ich jedoch nicht die für unsere Zwecke benötigten Informationen über andere Ausgaben des gesuchten Titels finden. Daher lässt sich DAIA derzeit noch nicht für unsere Greasemonkey-Skripte einsetzen. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt auch Verfügbarkeitsinformationen anderer Ausgaben über DAIA transportiert werden, dann könnten wir DAIA hier problemlos implementieren und anstelle des derzeitigen WebServices einsetzen. Dies hätte dann auch den Vorteil, dass sich entsprechende Greasemonkey-Skripte mit sehr geringem Aufwand bei allen DAIA-nutzenden Bibliotheken einsetzen ließen.
Allgemeine Informationen hierzu finden Sie auch im OpenBib-Wiki im Artikel Integration von OpenBib in andere Webseiten.
2 Kommentare
Jakob
04|Dez|2008 1Ein DAIA-Dokument kann auch mehrere Titel (element “document”) enthalten. Was fehlt ist die Unterscheidung, welche Einträge exakt dem gewünschten Titel entsprechen und welche Einträge “nur ähnlich” sind. Außerdem gibt es (mit voller Absicht) keine Entsprechung zu “title_summary”. Was die Elemente “name” unter “catalogue” (zusätzlich zu “description”) und “count” bedeuten ist mir nicht ganz klar, ansonsten sollte ein Mapping kein Problem sein.
RRZK-Knowhow» Blogarchiv » Amazon, Google Book Search und KUG miteinander verknüpfen
02|Mrz|2009 2[...] Ob ein Buch in der Bibliothek vorhanden ist, lässt sich jetzt auch in Amazon oder Google Books feststellen. Dies funktioniert mittels Greasemonkey und KUG-Skripten. Beim Aufruf der Titelanzeige wird in amazon dann angezeigt, ob ein Buch vorhanden ist oder nicht. Der Link führt von Amazon direkt zum entsprechenden Titel im KUG. Die Installation braucht ca. 5 Minuten. Wie das funktioniert, beschreibt Herr Oliver Flimm von der USB in dem OpenBibBlog: http://blog.openbib.org/2008/11/04/kug-verfugbarkeit-bei-amazon-und-google-books/ [...]
Kommentar schreiben