Der erste öffentliche Beta-Test des KUG vom 2.3. bis 16.4.2009 ist jetzt schon eine Weile her – ebenso wie die Umstellung auf den neuen KUG am 17.4.2009. Ein geeigneter Zeitpunkt für eine Nachlese.

Der Hintergrund dafür, die neue Version vorab nicht nur unseren Bibliothekaren als Test-Version vorzustellen, sondern allen unseren Nutzern, war die Hoffnung auf einen Zuwachs an Feedback sowie Anhaltspunkte für die weitere Entwicklung des KUG direkt von der Quelle zu bekommen. Informiert und verlinkt hatten wir dabei sowohl im aktuellen Produktions-KUG, auf der USB-Homepage und verschiedenen Instituts-Webseiten wie auch verschiedenen Mailinglisten.

Das Resultat: Drei Rückmeldungen auf InetBib, eine im Blog und gerade mal 2 (!) von Seiten unserer Nutzer.

Aus einem langen Mail-Wechsel mit einem der Nutzer haben sich allerdings verschiedene sehr fruchtbare Verbesserungen für die endgültige KUG-Version ergeben. Diese drehten sich weniger um konkrete Funktionen, als um ein Mehr an Übersichtlichkeit, Bedienbarkeit und Konsistenz – zielten also auch in die Richtung des Blog-Kommentars von Prof. Schulz. Konkrete Anregungen waren:

  • Submit-Bottons sind nicht prägnant genug, also hat der KUG nun neue hübsche Buttons, die direkt ins Auge springen. Realisiert wurden die übrigens mit dem Paket CSSbuttons
  • In der Einzeltitelanzeige wird der Nutzer durch zu viel Inhalt im Bereich „Entdecken Sie weitere Titel“ abgelenkt, also haben wir die entsprechenden Bereiche erstmal eingklappt.
  • Der Zugriff auf andere Formate (BibTeX, EndNote) sollte auch konstistent in Merklisten, Literaturlisten und Titellisten zu einem Tag bestehen, also haben wir das auch so implementiert.

Insgesamt alles Dinge, die mit einem Fingerschnippen realisiert werden konnten. Umso wertvoller war allein dieses einzige Nutzer-Feedback, um einfach einmal eine andere Sicht auf das allseits Bekannte zu bekommen.

Angeregt durch den Blog-Kommentar von Prof. Schulz hatte ich mich bereits vorher an neue Sichtweisen angetastet – mit der Lektüre eines Buches, das ich schon ein paar Jahre auf meiner persönlichen ToDo-Liste hatte, ohne dass es bisher zum Zuge kam: Don’t make me think von Steve Krug. Einmal abgesehen davon, dass dieses Buch einfach Spass macht, ist es sehr hilfreich dabei, einen neuen Blick davon zu gewinnen, was in einer Webseite funktioniert und was nicht. Auch hieraus ergab sich die eine oder andere Änderung im KUG.

Von unseren Bibliothekaren haben wir etwas mehr Feedback bekommen. Ihr Tenor entspricht dem auf InetBib und dem unserer Nutzer: Der neue KUG hat einen deutlichen Schritt nach vorn  – hin zu mehr Übersichtlichkeit und Klarheit – vollzogen. Ein guter Indikator dafür ist auch, dass diverse Institute nun nicht mehr den KUG light für ihre Institutssicht einsetzen, sondern den neuen KUG.

Auch funktional konnte der KUG noch während des Beta-Tests durch das Feedback punktuell zulegen. Im Bereich Literaturlisten wurde z.B. angeregt, dass unsere Nutzer sofort erkennen können, dass es sich bei einer konkreten Liste um eine offizielle Literaturliste des jeweiligen Fachbereichs handelt. Ermöglicht wird dies durch ein neues Rollenkonzept für am KUG angemeldete Nutzer. Diesen kann nun die Rolle Dozent oder Bibliothekar zugewiesen werden, so dass sie bei der Verwaltung ihrer Literaturlisten selektiv das Merkmal offizielle Liste des Instituts/Seminars für eine Liste vergeben können.

Alles in allem hätten wir uns sicherlich deutlich mehr Feedback gewünscht. Frei nach dem Motto „Ein Lob erzählt man 5 Freunden, eine Kritik 50“  können wir uns aber dennoch nicht beklagen. Im Gegenteil: Wir sind jedem erhaltenen Feedback dankbar und beim nächsten Beta-Test wird bestimmt alles anders 😉